Kategorie-Archiv: Freizeit und Events

Pocket Bike fahren in Hagen

Viele Pocket Bike Liebhaber finden meistens keine guten Möglichkeiten, um mit ihren Mini Bikes mal Vollgas zu geben.

Woran sehr viele nicht denken ist, dass Kartbahnen auch Pocket Bikes auf ihrer Strecke erlauben (natürlich nur zu speziellen Trainingszeiten)

Glücklicher Weise bietet die Beule Kartbahn bei uns in Hagen so etwas an.

Voraussetzung ist jedoch die Schutzausrüstung:

Ein Crosshelm mit Brille oder ein Integralhelm, eine Feste Motorradjacke/Hose und vernünftige Schuhe, sind die Mindestanforderungen.

pocketbike
Super viel Spaß auf legalem Wege

Wenn Pocket Bike Fahrer ein Problem haben, dann ist es die Location.

Viele Fahrer gehen das Risiko ein und fahren auf öffentlichen Straßen. Zwar werden diese dann meistens wenig befahren, jedoch besteht immer ein Restrisiko für Verkehrsunfälle und Strafen der Polizei, die nicht unüblich ziemlich heftig sind.

Das muss nicht sein.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass es unglaublich viel Spaß mit gleichgesinnten Rennen zu fahren und sich untereinander auszutauschen.

Probiert es einfach mal aus!

 

Deutschland eins, Frankreich zwei

Das erste Länderspiel in Hagen seit 20 Jahren! Die örtlichen Käseblätter überschlagen sich vor Freude, bringen fulminante Sonderberichte und sinnfreie Kurzinterviews mit lokalen Lehnsherren Sportfunktionären.

Alle Hagener fühlen sich angesprochen: Der Rentner in seiner brauner 70er-Kordhose, der Teenager mit Fotohandy und Trainingsjacke, der Fußballpapa mit Deutschlandschalkind auf den Schultern, die Mutter mit Thermoskanne und Taschentüchern im Rucksack.
Na gut, es waren nur die U18-Junioren von Deutschland und Frankreich, die da gestern Abend auf gefrorenem Rasen dem Ball hinterher liefen, aber in Hagen freut man sich und feiert — wie üblich selbstverliebt und übertrieben — das Sportereignis des Jahres im Ischelandstadion bei Bratwurst und Bier, Stehplatz vier Euro.
Da stört es auch wenig, wenn die Amateurkapelle Schülerkapelle des SSV THG-Gymnasiums die Marseillaise krumm und schief und viel zu früh anstimmt. Ein Offizieller will Schlimmeres verhindern, rennt aufs Spielfeld, man hört nicht was er sagt, aber es wird in die Richtung Wartet doch wenigstens bis die Spieler auf dem Feld sind! gegangen sein.

Die erste Halbzeit kann getrost vorgespult werden. 45 Minuten langweiliges Mittelfeldballgeschiebefehlpassfestival ohne echte Torchancen. Das Highlight ist noch der Stadionsprecher, der die französischen Gäste in ihrer Landessprache begrüßen will und dabei seine 4- im Grundkurs Französisch der siebten Klasse offenbart.
Die Sonne verschwindet, Reißverschlüsse werden hoch- und Handschuhe angezogen, und nach der amateurhaftesten Halbzeitshow des bekannten Universums entwickelt sich dann so etwas wie ein Fußballspiel. Beide Mannschaften ergaunern sich mehrere Chancen, und tatsächlich trifft ein Franzose irgendwann zum 0:1. Immerhin kein null zu null, einige sind erleichtert. Keine fünf Minuten später der Ausgleich; ein leichtsinniger Fehler des französischen Keepers wird in klassisch deutscher Abstaubermanier zum 1:1 verwandelt. Die 11.300 Zuschauer jubeln, deutsche Fahnen werden geschwenkt. Na also! und Geht doch! hallt es durch das fast ausverkaufte Stadion, es wird sich auf die Schulter geklopft, hunderte Papierflieger schweben über das Publikum in Richtung Spielfeld, die Bratwurststandschlange wächst auf 30 Meter.
Die Freude währt bis zehn Minuten vor Schluss, als ein französischer Linksfuß einen Freistoß in den rechten Winkel dreht, 2:1, die Franzosen tanzen, die Deutschen sind sauer, die Fahnen bleiben ruhig.
Einen hat der Stadionsprecher noch: Achtung, eine Durchsage: Herr Esser wird am Würstchenstand erwartet. Das Volk ist amüsiert, wir sind im Ruhrgebiet.

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Dieser Eintrag wurde auch bei blong.de veröffentlicht. Die Fotos sind privat aufgenommen.