Weg für soziale Gerechtigkeit (Ostbüren)

Dienstag, 31.03.2009, 09. Tag

Tag 9 der Reise nach Berlin.

Axel und Siggi frühstücken gegen 10:00 Uhr bei der Tafel in Schwerte. Als sie in Richtung Ostbüren aufbrechen möchten,
wendet sich der Koch der Tafel an Siggi und empfiehlt ihm, einen Arzt aufzusuchen, um sich medizinisch checken zu lassen.
Siggi lehnt anfänglich ab, dann ist er doch einverstanden, denn es kann ja nicht schaden. Natürlich ist ihm der Zeitfaktor bewußt.

Die beiden Männer begeben sich zu dem praktischen Arzt, Herrn Theodor Spanke, Hasellacker Straße 10, 58239 Schwerte,
Tel.: 02304/17617. Herr Spanke übernimmt sogar die Praxisgebühr in Höhe von 10 Euro und untersucht Siggi eingehend,
incl. EKG. Der Wanderer ist topfit, sein Rückenleiden „brachte er schon mit“, hat momentan aber keine diesbezüglichen
Probleme.

Gegen 11:30 Uhr verlassen sie die Praxis. Axel hatte zuvor Herr Spanke noch interviewt. Der Arzt ist von der Aktion sehr
angetan und wünschte den beiden Männern eine gute Reise nach Berlin.

Wieder einmal bedanken wir uns bei einer Person auf der weiten Stecke nach Berlin. Die beiden Wanderer trennen sich,
da Axel nun den Pkw fährt.

Siggi fällt in Schwerte ein großes Haus auf, an dem ein
8 Meter langes Banner hängt. Das Banner weist auf eine
Aktion gegen die Kinderarmut hin und Siggi betritt
kurzentschlossen das Haus, wo er von Herrn Udo Bußmann,
Landesjugendpfarrer der evangelischen Kirche Westfalen,
empfangen wird. Herr Landesjugendpfarrer Bußmann ist
Leiter des Amtes für Jugendarbeit.

Haus Villigst
Iserlohner Straße 25
58239 Schwerte
Telefon.: 02304 / 755-181.

Sie unterhalten sich über das Banner, welches Siggi dazu bewogen hatte, das Haus zu betreten. Er erfuhr, dass es sich um ein
Jugengendprojekt handelte. Das Banner wurde aus diversen kleinen Fahnen und ähnlichem hergestellt und enthält ca. 500
Unterschriften von Kindern. Herr Landesjugendpfarrer Bußmann lädt Siggi zu einem Essen in die Kantine ein, er selbst möchte
den Hellweger Anzeiger verständigen.

Siggi verständigt Axel und dieser kam nun ebenfalls zu dem Haus Villigst. Sie erfuhren, dass gegen 14:00 Uhr der Hellweger
Anzeiger erscheinen wird und begaben sich in die Kantine. Sie ließen sich die Kartoffeln mit Kohlrabi und Burgunderbraten
schmecken. Es sei ihnen gegönnt.

Nach dem Interview beginnt für Siggi gegen 14:30 Uhr der Marsch Richtung Ostbüren über 18 Kilometer mit Gottes Segen.
Doch sein Rucksack war etwas schwerer geworden und wenn man sich das Haus Villigst nun näher betrachtete fiel einem auf,
dass das Banner fehlte. Ja, es befindet sich in seinem Rucksack und er wird es in Berlin mit den 500 Unterschriften der Kinder
überreichen. Einen besseren „Postboten“ hätte sich Herr Landesjugendpfarrer Bußmann nicht wünschen können.

Wir bedanken uns auch bei ihm in aller Form und wünschen ihm alles Gute bei seinen zukünftigen Projekten und Initiativen.

Und Siggi läuft und läuft….

Die Redakteurin der Ruhr Nachrichten nimmt mit Siggi fernmündlich Kontakt auf.Sie hat den beiden Männern eine Unterkunft besorgt,
wo sie morgen früh erscheinen und ein Interview mit Siggi führen wird. Dabei möchte Siggi auch auf das Banner des Kinderprojektes
hinweisen und somit seine Absicht in die Öffentlichkeit bringen.

Die beiden Männer erreichen gegen 18:30 Uhr ihr Domizil,

Bauernhof Dahlhoff

Burgstraße 5
58730 Fröndenberg-Ostbüren

Sie werden von Herrn Dahlhoff freundlich empfangen.
Siggi ruft gegen 21:00 Uhr Elfi an und erzählt in seiner Art,
dass er sich gerade mit der 88-jährigen „Oma“ des Hauses
unterhält. Nach dem Essen möchte er frühzeitig ins Bett gehen,
denn morgen steht die 27 Kilometer lange Etappe Richtung
Soest an.

Nach diesem ereignisreichen Tag wünschen wir den beiden Männern eine gute und erholsame Nacht.

Kurze Zusammenfassung:

Frühstück bei der Tafel in Schwerte, Untersuchung durch den praktischen Arzt, Herrn Spanke, Kontakt zu dem Landesjugendpfarrer,
Herrn Bußmann, Übernachtung auf dem Bauernhof Dahlhoff.

Wetter: Sonne bei 10 Grad, Pannen: Keine, Blasen: Ja, erneut, Übernachtung: Ja.

Quelle: http://www.steuerschmiede-berlin.de

Netter Gruß
Der Sozialkämpfer aus Schleiden (Eifel)

2 Gedanken zu „Weg für soziale Gerechtigkeit (Ostbüren)

  1. Hagen

    Warum passiert hier so wenig? Und wenn, dann wenig mit Bezug zu Hagen? Hagen hat doch mehr zu bieten als das…

  2. Stefan Wehmeier

    Sechs Gleichungen mit neun Unbekannten:

    (001) Wer die Erklärung dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken.

    (044) Jesus sagte: Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.

    (055) Jesus sagte: Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.

    (105) Jesus sagte: Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.

    (106) Jesus sagte: Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: „Berg, hebe dich hinweg!“, wird er verschwinden.

    (113) Seine Jünger sagten zu ihm: „Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: „Siehe hier oder siehe dort“, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht.“ ***

    Sinnvolle Lösung:

    Mutter = Summe aller Ersparnisse
    Hure = Finanzkapital
    Brüder und Schwestern = Sachkapitalien
    Berg = Rentabilitätshürde
    Tod = Liquiditätsfalle
    Vater = Kreditangebot
    Sohn = Kreditnachfrage
    heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld
    Königreich = Natürliche Wirtschaftsordnung

    Selbst wenn wir uns nur auf die obigen sechs Gleichnisse aus dem Thomas-Evangelium beschränken – gibt es noch eine andere Möglichkeit, diese sinnvoll zu interpretieren? Und wie hoch ist die Restwahrscheinlichkeit für eine andere Interpretation, wenn 10, 20, 50, 100 Gleichnisse auf die gleiche Art einen Sinn ergeben?

    Wenn wir diese eine sinnvolle Interpretation als richtig ansehen, war der Prophet Jesus von Nazareth das größte Genie aller Zeiten, und er entdeckte tatsächlich die einzig denkbare Möglichkeit, wie Menschen wirklich zivilisiert zusammenleben können: das Grundprinzip der absoluten Gerechtigkeit als Basis für die ideale Gesellschaft.

    Wäre Jesus dagegen nur der moralisierende Wanderprediger gewesen, zu dem ihn die „heilige katholische Kirche“ machte, wüssten wir heute nicht einmal, dass es jemals einen Propheten dieses Namens gegeben hat! Denn die „Moral“ ist eine irrelevante Größe: solange es möglich ist, einen unverdienten Knappheitsgewinn auf Kosten der Mehrarbeit anderer (Frucht vom Baum der Erkenntnis) zu erzielen, weil eine fehlerhafte Geld- und Bodenordnung die Gesellschaft zwangsläufig in Zinsgewinner und Zinsverlierer unterteilt, wäre selbst dann, wenn alle Menschen grundehrlich und auch noch hyperintelligent wären, der nächste Krieg – zwecks umfassender Sachkapitalzerstörung – unvermeidlich. Andererseits: sind – durch eine konstruktive Geldumlaufsicherung und ein allgemeines Bodennutzungsrecht – leistungslose Kapitaleinkommen eigendynamisch auf Null geregelt, bedeutet es prinzipiell das Beste für alle, wenn jeder Einzelne nur das Beste für sich anstrebt. Der Moralbegriff löst sich auf.

    Der Krieg konnte nur solange der Vater aller Dinge sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

    *** „Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat.“

    Silvio Gesell, Herbst 1918, Vorwort zur 3. Auflage der NWO

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